Vogelsmühle


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1672 Jörgen Schürmann verkaufte in Lennep Tuche an die Lenneper Gemeinde.
5.1.1770 Für 225 Thaler verkauft Johann Vogel einen Platz neben seiner Walkmühle dem Hammerschmied Joahnn Peter Hentze.
1793 Peter Schürmann gründete die Firma Peter Schürmann in Lennep.
1801 Anton Schröder heiratete Peter Schürmanns Tochter Maria und trat in die Firma ein.
1804 In Vogelsmühle gab es die Hensenhämmer, eine Wasserkraftanlage für zwei Reckeisenhämmer und einer Walkmühle.
1.1.1810 Das offizielle Gründungsdatum der Firma Peter Schürmann & Schröder.
1811 Wegen der französischen Besatzung des Bergischen Landes emigrierte die Firma Peter Schürmann & Schröder (P.S.& S.) nach Eupen.
1815 P.S.& S. kehrte aus Eupen zurück, kaufte für 8750 Thaler zwei Drittel der ehemaligen Hensenhämmer und begann darin die Produktion von Tuchen. Das restliche Drittel der Wasserkraftanlage gehörte Johann Mühlinghaus & Johann Korthaus und Adolph Bauendahl.
1818 schaffte die Firma neue Spinn-, Scheer- und Rauhmaschinen an. Stoffe aus spanischer und schlesischer Wolle in den Modefarben überzeugten durch Qualität.
29.3.1830 Die Fa. P.S.& S. übergibt ihre Grundstücke in Dahlhausen an Adolph Bauendahl und bekommt das letzte Drittel der Vogelsmühle und 5000 Thaler.
1834 lief in neuen Gebäuden eine Dampfmaschine für die Rauherei, Spinnerei und Walkerei.
1848 lieferte die sächsische Maschinenbau=Compagnie mechanische, zweischäftige Webstühle.
1860 Auf den Ruinen eines abgebrannten Holzfachwerkbaues errichtete der Lenneper Baumeister Albert Schmidt ein von Julius Thomas konzipiertes Bruchsteingebäude.
1868 Hermann Schröder sen. stellte die Produktion auf stückfarbene Kammgarne und gemusterte Streichgarnartikel um.
1878 Die Familie Schürmann schied aus dem Unternehmen aus.
1893 Trotz der hohen amerikanischen Eingangszölle ging es dem Betrieb sehr gut. In Vogelsmühle konzentriert sich alles auf den Inlandsmarkt.
1895 dienten zwei zusammen 160 PS starke Wasserturbinen, eine Woolf´sche Balancierdampfmaschine und eine 80 PS-Dampfmaschine von André Koechlin & Cie als Energielieferanten für das Werk.
1908 Walther Hasenklever aus Remscheid-Ehringhausen trat als Teilhaber in die Firma P.S.& S. ein.
1921 Verlegung der Vogelsmühler Schlacht vom Island direkt an die Fabrik. Die Firma Voith lieferte zwei Zwillings-Francisturbinen für den Antrieb von Drehstromgeneratoren.
1930 Hermann Weisberg leitete das Unternehmen.
vor 1933 Die Maschinen im Betrieb wurden nach und nach auf elektrischen Einzelantrieb umgestellt. Für die Transmission ist jetzt keine Dampfmaschine mehr erforderlich, sondern ein großer Elektromotor.
im zweiten Weltkrieg In dem Shedbau (heute Wuppermarkt) befand sich eine Streichgarnspinnerei. P.S.& S. produzierte ausschließlich Militärstoffe.
Ende 1952 brannte der nördliche Teil des Altbaues mit der Musterweberei aus.
1960 In dem Shedbau (heute Wuppermarkt) webten 24 CFS Stühle der Fa. Schönherr.
1962 Emil Reinhard Schröder schied aus dem Unternehmen. Um diese Zeit trat die Schweizer Firma Schild AG als Kommandatist ein und Hans F. Weisberg leitete den Betrieb.
bis 1965 In der Wäscherei und Walkerei liefen die letzten Transmissionsreste
1966 Mit dem Austritt von Jürgen Schröder verließ das letzte Mitglied der Gründerfamilie das Unternehmen. Bald darauf verkaufte auch die Familie Hasenklever ihre Besitzanteile. Der Einfluß der Schild AG wurde immer stärker.
1980 zerstörte ein Hochwasser die Schlacht und die Wasserkraftnutzung war zu Ende.
Mitte 1989 In dem Shedbau standen Dornier-Webautomaten mit 340 Schuß/Min. und Sulzer-Webautomaten mit 220 Schuß/Min.
Ende 1989 Die Aachener Firma Königsberger übernahm P.S.& S. zu 75 % und verlagerte die Produktion immer mehr nach Aachen. 80 Arbeitsplätze gingen verloren.
1991/1992 Nach fast 200 Jahren schloß Peter Schürmann & Schröder ihre Pforten und die letzten 74 Mitarbeiter standen auf der Straße.
1996 In Vogelsmühle entstand der Wuppermarkt, die restlichen Gebäude sind an Privatpersonen und Kleinunternehmer vermietet.

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Peter Dominick 2004